5. Was ist die Ozeanversauerung?

Die Ozeanversauerung bezieht sich auf die veränderte chemische Zusammensetzung der Meere. Wenn sich Kohlenstoffdioxid (CO2) im Meerwasser löst, kommt es zu chemischen Reaktionen, durch die der pH-Wert gesenkt wird. Der pH-Wert misst den Säuregehalt auf einer Skala von 0-14. Je geringer der Wert, desto höher der Säuregehalt. Eine Änderung des pH-Wertes nach unten spiegelt somit eine Versauerung wider. Im Meerwasser lösen sich 30 bis 40% der menschengemachten CO2 Emissionen. Diese Veränderung der chemischen Zusammensetzung stört die marinen Ökosysteme und beeinflusst unzählige Lebewesen. Besonders die Skelettbildung der Meerestiere ist anfällig für Änderungen des pH-Wertes. Beispielsweise verhindert die Versauerung die Bildung von Schalen einiger Lebewesen, oder löst die Schalen auf.

Mit dem Beginn der industriellen Revolution haben die Ozeane 525 Milliarden Tonnen an CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen; aktuell ca. 22 Millionen Tonnen pro Tag. Prognosen gehen davon aus, dass die Ozeane weiterhin CO2 aufnehmen werden, wodurch die Versauerung voranschreitet. Schätzungen zufolge kann die CO2-Konzentration des Oberflächenwassers bis Ende dieses Jahrhunderts 150% höher sein, was zu dem niedrigsten pH-Wert der Ozeane seit 20 Millionen Jahren führen würde.

Einige Lebewesen werden diesen Wandel überleben oder unter saureren Bedingungen sogar florieren, während andere Anpassungsschwierigkeiten haben werden, was zu deren Aussterben führen kann. Über den Verlust der Biodiversität hinaus, wird die Versauerung Auswirkungen auf die Fischgründe haben, wodurch die Ernährungssicherung von Millionen von Menschen, sowie die Tourismusbranche und andere Sektoren gefährdet werden.

https://ocean.si.edu/ocean-life/invertebrates/ocean-acidification

https://www.pmel.noaa.gov/co2/story/What+is+Ocean+Acidification%3F

https://www.nationalgeographic.com/environment/oceans/critical-issues-ocean-acidification/

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